(Text & Foto: Anja Leck, Pressesprecherin)
Die Einsatzkräfte vom Löschzug 1 (Calden) und Löschzug 2 (Ehrsten, Fürstenwald und Meimbressen) wurden zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage zum Schloss Wilhelmsthal gerufen. Nach der ersten Erkundung, konnte zum Glück ein Brand ausgeschlossen werden. Nein, es war keine Fehlalarmierung. Die Anlage hat genau das getan, was sie sollte. Sie erkannte Partikel in der Luft und löste aus. Aber in diesem Fall war es kein Brandrauch, sondern Baustaub. Somit waren keine weiteren Maßnahmen der Feuerwehr erforderlich.
Parallel zu diesem Einsatz, kam die nächste Alarmierung. Nun wurde auch der Löschzug 3 (Obermeiser und Westuffeln) in Obermeiser gebraucht. Ein Hausbesitzer hatte versucht das Unkraut mit einer Gasflamme zu entfernen. Dabei kam er der Hecke zu nah, die dann auch aufgrund der längeren Trockenheit sofort anfing zu brennen. Die ersten Löschversuche mit der Gießkanne zeigten nur wenig Erfolg. Glücklicherweise kamen die Nachbarn mit dem Gartenschlauch zu Hilfe und konnten zumindest eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindern. Nach dem Eintreffen der Feuerwehren wurden dann die restlichen Löscharbeiten der Hecke vorgenommen. Um das angrenzende Gartenhaus zu schützen, wurde dann noch seitens der Feuerwehr ein Stück Hecke entfernt.
Nur 5 Stunden später schlug der Pager erneut Alarm. Es ging für die Einsatzkräfte des Löschzuges 1 und 2 nach Calden zu einem F 2 Elektro. Was sich hinter diesem Alarmstichwort verbarg, stellte der Angriffstrupp unter Atemschutz bei der Erkundung im Keller fest. Aufgrund eines technischen Defektes, vermutlich von der PV-Anlage, kam es in einem Verteilerschrank zu einem Schwelbrand. Die Aufgaben der Feuerwehr bestanden in der Kontrolle der Brandstelle und der Belüftung des Kellers. Nach einer Kontrolle des nachgeforderten Elektrikers, konnten auch die Einsatzkräfte wieder abrücken.
Tag 2 der Einsatzserie stand ganz im Zeichen von Verkehrsunfällen. Um kurz nach 11 Uhr ereignete sich der erste Unfall mit 3 Autos an der Kreuzung K32 und B7. Um die Verunfallten und die Einsatzkräfte zu schützen, sowie um sicher an der Einsatzstelle zu arbeiten, wurde die Bundesstraße voll gesperrt. Die Feuerwehr Calden übernahm die Sicherstellung des Brandschutzes und unterstützte den Rettungsdienst bei der Betreuung der 5 verletzten Personen. Im Anschluss wurde die Straße noch von den Trümmerteilen befreit und konnte kurz danach auf wieder für den anderen Verkehr freigegeben werden.
Es vergingen keine 3 Stunden, als auf dem Pager der Einsatzkräfte das Einsatzstichwort H KLEMM 1 Y zu lesen war. Dieses Stichwort bedeutet eingeklemmte Person in PKW nach Verkehrsunfall. Aufgrund dessen wurden die Feuerwehren aus Calden, Meimbressen und Obermeiser nach der Alarm- und Ausrückeordnung zur Einsatzstelle erneut auf die B7 gerufen. Beim Auffahren auf die B7 übersah der Fahrer des PKW einen Kleintransporter und nahm ihm die Vorfahrt. Glücklicherweise wurde niemand in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Da die beiden Fahrzeuge sogar noch einigermaßen fahrbereit waren, entschied die Polizei, die Unfallaufnahme auf den nahegelegenen breit ausgebauten Seitenstreifen durchzuführen. Somit konnte die B7 schnell wieder freigegeben werden. Für die Feuerwehren waren keine größeren Maßnahmen erforderlich.
Für den Tag 3 der Einsatzserie meldete der Deutsche Wetterdienst Gewitter und Sturmböen. Das Gewitter hat uns einsatztechnisch verschont, aber die Sturmböen leider nicht. Ein Baum hat den Böen nicht mehr standgehalten und ist wohl auf die Straße gefallen. Jedenfalls ging die Feuerwehr Fürstenwald bei der Alarmierung H 1 Windbruch davon aus. Sie rückten aus, fuhren die komplette Straße ab, wo der Baum gemeldet war, aber da war nichts.