Herr Hänel begann während der Corona-Pandemie damit, Videos über Gärten, Ortschaften, Kirchen und Friedhöfe in der Region zu drehen. Damit ermöglichte er Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen nicht oder nur eingeschränkt verlassen konnten, zumindest digital unterwegs zu sein. Zugleich boten seine Filme die Möglichkeit, vertraute oder biografisch bedeutsame Orte aus der Ferne wiederzusehen.
Diese Idee gab Beate Lehmann den Anstoß für einen entsprechenden Rundgang durch Meimbressen. Gemeinsam mit Heinrich Neutze begleitete sie Herrn Hänel durch den Ort. Der entstandene Film stellt historische Plätze vor und vermittelt einen lebendigen Eindruck vom heutigen Meimbressen. Einen zentralen Stellenwert nehmen dabei die Orte der jüdischen Geschichte ein.
Gerade den Nachfahren ehemaliger jüdischer Einwohnerinnen und Einwohner von Meimbressen, die heute zum Teil weit entfernt leben, soll der Film einen Zugang zum Ort ihrer Familiengeschichte ermöglichen. Sie können sich auf diesem Weg einen ersten Eindruck von Meimbressen verschaffen und Orte kennenlernen, die mit dem Leben ihrer Eltern, Großeltern oder anderer Angehöriger verbunden waren. So werden Familiengeschichten, historische Überlieferungen und das heutige Ortsbild auf anschauliche Weise miteinander verknüpft.
Der Kontakt zu Herrn Hänel kam durch eine Veranstaltung des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald zustande. Die Gemeinde Calden gehört dem Naturpark seit Januar 2026 an.
Das Video „Wir bummeln durch Meimbressen und besuchen historische Orte“ verbindet einen Rundgang durch das heutige Dorf mit Einblicken in seine Geschichte und eröffnet zugleich Menschen, deren Familien ihre Wurzeln in Meimbressen haben, die Möglichkeit, dem Ort auch aus der Ferne ein Stück näherzukommen.