Text: Anja Leck, Pressesprecherin Feuerwehr Gemeinde Calden
Eine Wetterkombination, bei der an schlaf nicht zu denken ist. Die Gedanken reichen von „hoffentlich ist das bald vorbei“ bis „bin ich gut und ausreichend versichert?“.
Den Einsatzkräften der Feuerwehren der Gemeinde Calden blieb nicht lange Zeit, um über solche Dinge nachzudenken. Um 02:00 Uhr ging es los. Eine Feuerwehr nach der Anderen wurde alarmiert, um an den nach und nach gemeldeten Einsatzstellen, zu helfen. Diese Wetterkombination hatte voll zugeschlagen.
Regen - Das Einsatzstichwort „vollgelaufener Keller“ hörte man sehr oft. Von ein paar Zentimeter bis hin zu „voll bis zur Geschossdecke“, war alles dabei.
Hagel – In der Siedlung zwischen Obermeiser und Westuffeln lag der Hagel bis zu 20cm hoch auf der Straße. Aus diesen Massen musste zunächst ein PKW befreit werden, um an die weiteren Einsatzstellen ranzukommen. In Calden wurde ein Wintergarten so stark vom Hagel beschädigt, dass der Regen sich seinen Weg durch alle darunterliegenden Geschosse gesucht hat.
Sturm – Zwischen Calden und Ehrsten hatte der Sturm ordentlich zugeschlagen. Diesem hielten ein paar Bäume nicht stand und stürzten auf die Straße. Bis 05:40 Uhr wurden insgesamt 24 Einsatzstellen in den Ortsteilen Calden, Westuffeln und Obermeiser durch alle 6 Ortsteilwehren abgearbeitet.
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es um kurz nach 07:00 Uhr weiter. Erst jetzt bemerkte Unwetterschäden wurden von der Feuerwehr aus Calden angefahren und beseitigt. Um kurz nach 08:00 Uhr heulten schon wieder die Sirenen in den Orten Calden, Ehrsten, Fürstenwald und Meimbressen. Der Blick auf den Pager verriet den Einsatzkräften, diesmal keine Beseitigung von den Unwetterschäden aus der Nacht. Nein sie wurden zu einem F2 Brand in Gebäude gerufen. In Calden brannte ein Verteilerkasten. Aber auch diese Einsatzstelle wurde mit 20 Einsatzkräften erfolgreich abgearbeitet.
Alle Einsatzkräfte der Feuerwehren der Gemeinde Calden sind ehrenamtlich, freiwillig und immer da, wenn sie gebraucht werden.