Die partielle Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Schon wochenlang wurde in den Medien von der bevorstehenden Sonnenfinsternis berichtet. Viele Veranstaltungen und auch Reisen in die Zone der Totalität wurden schon lange im Voraus geplant. Leider ist gerade diese Zone nur ein schmaler Streifen auf der Erdoberfläche und trifft nicht immer auf ein gut zu bereisendes Land.

Die partielle Sonnenfinsternis vom 12. August 2026

Text & Bild: Dietmar Gutermuth, Distant Horizon Observatory, Calden

In diesem Jahr sollte vor allen Dingen Spanien seinen Bewohnern und den Touristen ein außergewöhnliches Naturschauspiel bieten. In den Abendstunden, eine gute Stunde vor Sonnenuntergang, würde sich der Mond allmählich genau in die Verbindungslinie zwischen Erde und Sonne schieben und diese dabei komplett verfinstern.

Für uns in Deutschland ist die Perspektive leider nicht so günstig und die Sonnenscheibe wird nur zu etwa 87% bedeckt. Doch eine derartige Bedeckung hat es seit 1999, dem Jahr der totalen Sonnenfinsternis über Süddeutschland, nicht mehr gegeben.

Ein besonderes Highlight ist die Position der Sonne zur Zeit der Verfinsterung, nur wenige Grad über dem Horizont. So lassen sich sehr stimmungsvolle Aufnahmen, unter Einbeziehung irdischer Objekte, belichten. Die Wetterprognosen waren für den Finsternistag außergewöhnlich gut und verstärkten den Hype rund um dieses Ereignis. Finsternisbrillen waren fast überall ausverkauft und Jeder konnte sich glücklich schätzen, wenn er noch rechtzeitig eine ergattern konnte.

Ich war glücklicherweise mit einer Solchen ausgestattet und besitze auch spezielle Objektivfilter für die gefahrlose Fotografie mit dem Kameraobjektiv. Ich hatte mir schon einige Tage vorher einen geeigneten Standort für meine Beobachtungen ausgesucht und meine Fotoausrüstung für verschiedene Bildkompositionen zusammengestellt. Zum Einsatz sollten sowohl eine Weitwinkelkamera für die Aufnahme des gesamten Verlaufs der Finsternissequenz, sowie eine Teleoptik für Detailaufnahmen der Sonnensichel kommen.

Beispielhaft zeige ich hier eine solche Teleaufnahme, zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung, mit einem Windpark nahe der A44 als irdisches Vordergrundmotiv. Sie entstand aus dem Komposit zweier Aufnahmen, eine mit Sonnenfilter und eine ohne, denn nur so konnte der gewaltige Helligkeitsunterschied bewältigt werden.