13 Jahre nach seiner Eröffnung hofft der defizitäre Kassel Airport erneut auf Impulse durch das Frachtgeschäft. Es gibt leider ein langsameres Wachstum im Bereich der touristischen Luftfahrt, sagte Hessens Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am Montag in Calden. "Aber Fracht ist eine interessante Perspektive."
Seit November 2015 landet an sechs Tagen pro Woche ein Frachtflugzeug in Calden. 2026 könnte laut Flughafen-Geschäftsführer Lars Ernst die beförderte Fracht von 168 t im Vorjahr auf etwa 9000 t steigen.
Nach Vorgaben des Landes Hessen muss der Flughafen pro Jahr zehn Prozent weniger Miese machen. An dem Regionalflughafen sind außer dem Land auch die Stadt und der Landkreis Kassel sowie die Gemeinde Calden beteiligt. (dpa/sm).
Die FRAPORT als Europas größter Fracht-Flughafen gibt grünes Licht und ihren Logistik-Partner BYD (Auto-Zubehör, China) frei. Zumindest solange, bis wieder Kapazitäten in Frankfurt frei werden.
Seit dem 27.08.2025 ist die Flughafen GmbH Kassel neuer HOLM-Partner. Von der Partnerschaft und dem HOLM-Netzwerk erhofft sich der Kassel Airport Unterstützung bei der strategischen Weiterentwicklung des Standorts. Zudem erhofft man sich Know-how bei der Identifikation geeigneter Drohnentechnologien, bei der Gewinnung von Projektpartnern und bei der systematischen Erschließung von Innovationspotentialen.
Kassel profitiert dabei stark von seiner zentralen Lage. «Man wird Ersatzteile in und aus Europa mit einem Vertrieb in Kassel anbieten, die aufgrund der begrenzten Reichweite der Flugzeuge sonst nicht möglich wären», sagt Marco Heinzmann, Leiter der Studie und nennt als Beispiel Strecken London - Kassel - Schweden - Paris- Kassel - Barcelona.
Ab Mai 2026 werden täglich zunächst 3 Frachtmaschinen – tagsüber – und ab Juni 2026 4 Maschinen am Tag und 4 bei Nacht starten und landen. Zwischen 00:00 und 4:00 Uhr herrscht Nachtflug-Verbot.
Frachtflüge können äußerst lukrativ sein, insbesondere für spezialisierte Anbieter, Logistikriesen und in Zeiten hoher Nachfrage, wie sie etwa durch den boomenden Onlinehandel oder Lieferkettenunterbrechungen, wie momentan durch die aktuelle Situation im Iran, entstehen (dpa/cnn).